Wie ich zum Hund kam!

Als ich 13 Jahre alt war, kam meine Tante Renate mit dem Cocker Welpen Pancho zu Besuch. In diesem Moment habe ich mich in die Hunderasse Cocker Spaniel verliebt. Meine Omi, bei der ich aufwuchs, wollte keine Hunde. Sie sagte: Du kannst Dir einen Hund kaufen, wenn Du mal "Groß" bist und selber Familie hast. Sie glaubte aber nicht daran, weil Sie ja der Meinung war, das Hunde zu viel Arbeit machen und Schmutz ins Haus bringen.

Als ich dann schon etwas "größer und auch älter" war, 31 Jahre, war ich schon einige Jahre verheiratet und hatte in der 2. Ehe mittlerweile 5 Kinder. Auf der Rückfahrt aus unserem Skiurlaub vom Tegernsee hatten wir 7 das Thema ausführlich besprochen, die Fahrt nach Hürth war ja lang, alle waren damit einverstanden. Britta, meine jüngste hatte zufällig eine Zeitung mit, in der das Für und Wider mit dem Thema "Hund" besprochen werden konnte. Ich muss dazu sagen, dass Britta auch schon immer einen Hund haben wollte, heute ist sie 40 Jahre alt und ist seit 12 Jahren stolze Besitzerin eines Labrador Rüden Namens Dyke. Nun bin ich Hundeoma.

Gleich nach der Rückkehr von Tegernsee haben wir uns schlau gemacht und schon eine Woche später, an einem Samstag im Januar 1991, waren wir in Langenfeld mit Frau Kuhrig verabredet. Die Welpen wurden am 27.12.1990 geboren, waren bei unserer Ankunft ca. 3 Wochen alt. Wir haben uns für eine schwarze Cocker Hündin entschieden und von diesem Moment an waren wir 1x in der Woche dort um die kleine Babsy an uns zu gewöhnen. Da die Züchterin uns nicht sagen konnte, wie sie heißt, haben wir 7 uns auf der Rückfahrt von Langenfeld auf den Namen Babsy geeinigt, diesen Namen hatten die Kinder ausgesucht.

Wochen später, Babsy war schon lange bei uns Zuhause, bekamen wir die Ahnentafel zugeschickt und erfuhren so, dass unsere Babsy eigentlich Nina von Dorada hieß. Sie blieb bis zum Schluss unsere Babsy. Sie ist leider am 04.02.2002 gestorben, sie hatte einen Tumor an der Milz und den ganzen Bauchraum voller Metastasen. Diese kleine Maus ist und bleibt in meinem Herzen, sie ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Im Nachhinein habe ich ca. 8 Jahre an ihrem Tod geknabbert.😢

Im Sommer 2002 fanden wir über die Cocker-Hilfe unseren Batmann, von uns Rocco genannt, dieser junge Mann war ca. 5-6 Jahre alt, als er zu uns kam. Rocco kam aus Andalusien, wo er schlimmes erlebt haben musste. Hier bei uns versuchte er alles durchzusetzen, was möglich war, damit kam er allerdings nicht weit. Im ersten Jahr bei uns, hat die Nichte meiner Hundetagesmutter versucht ihm eine Zecke, was aber eine Warze war, rauszuziehen. Ihr könnt Euch sicher denken, was passiert ist: Rocco hat sie in die Nase gebissen, nicht sehr schlimm, aber immerhin. Das ließ sie sich nicht gefallen und versuchte ihn zu schlagen, das wiederum gefiel Rocco nicht und er setzte nach. Wir hatten kurz vorher einen Termin mit Martin Rütter in Erftstadt vereinbart. Als er hörte, was Rocco gemacht hat, weigerte er sich, Rocco ohne Maulkorb zu trainieren. Er meinte, der Hund müßte eingeschläfert werden oder dorthin zurück gehen, wo er hergekommen war und das alles kam für uns nicht in Frage, dafür rettet man keinen Hund aus der Tötungsstation in Andalusien.

Wir haben dann noch schöne Jahre mit ihm verbracht, er war zwar sehr schwierig, man konnte auch nicht mit ihm knuddeln, aber die Hauptsache ist doch, dass er ein schönes Leben und liebe Menschen kennengelernt hat. Am 10.12.2007 mußten wir ihn dann leider einschläfern lassen. Er ist mit einer Behinderung aus Spanien gekommen, es wurde so schlimm, so dass er zum Schluss noch nicht einmal aufstehen konnte, um zum Wassernapf zu kommen. Unser Tierarzt Dr. Deuster aus Hürth, zu dem ich sehr großes Vertrauen habe, meinte das nun die Zeit gekommen sei, er wußte, dass ich Rocco nicht unnötig leiden lassen und quälen wollte. Es passt ja nie, unsere Hochzeit, Weihnachten und Silvester standen vor der Türe, der Mensch ist ja sehr egoistisch, aber wir haben ihn, genauso wie Babsy, einäschern lassen. Diese Urnen bekommen in diesem Sommer einen sehr schönen Platz in unserem Garten...

Es sollten noch viele Jahre ins Land gehen, bis wir Sie beerdigen konnten. Nach vielen Jahren haben wir eine schöne Stelle im Garten gefunden. Aber ... dann passte das Wetter nicht, es war zu warm, zu kalt usw. Im letzten Sommer  haben wir 3 schöne Steine gekauft und diese beschriftet. Nach der Beerdigung habe ich in dem Blumenbeet begehbare Pflanzen eingepflanzt. Dort wird nun nicht mehr gebuddelt.

Sheila ist am 17.01.2012 gestorben bzw. musste eingeschläfert werden. Sie ist 15 Jahre alt geworden. Sie hatte einen Tumor am Blasenhals und hat ein paar Wochen länger gelebt, als der Arzt prognostiziert hat. 




Fortsetzung folgt...